Schreiner - eine Ausbildung mit guten Perspektiven - Einer der ältesten und damit einer der traditionsreichsten Berufe ist der des Schreiners. Im anerkannten Ausbildungsberuf des Schreiners wird schwerpunktmäßig im Bereich der Herstellung von Möbeln, Türen und Fenstern sowie im Bereich von Innenausbautechniken ausgebildet. Die Ausbildung zum Schreiner dauert drei Jahre. Viele Schreinereien in Berlin bieten Ausbildungsplätze in diesem Berufszweig an. Darüber hinaus ist auch eine schulische Ausbildung möglich.
Das Berufsbild und das Aufgabengebiet des Schreines ist mittlerweile sehr breit angelegt. Neben der Herstellung individuell geplanter Möbelstücke sowie der Anfertigung moderner, schall- und wärmegedämmter Fenster und Türen ist der Innenausbau ein wesentlicher Berufsbereich der Schreiner. Holz und Holzwerk- und Kunststoffe sind dem Schreiner in der Verarbeitung bestens bekannt. In der Regel handelt es sich bei den vom Schreiner ausgeführten Arbeiten um für den Kunden individuell geplante Einzelstücke. Gut ausgebildete Schreiner sind in der Lage, aufgrund von Kundenanforderungen und eigener Ideen, modern gestylte Möbelstücke zu entwerfen, zu konstruieren und selbstständig herzustellen. Bei vielen Aufgaben während der Konstruktionsphase werden heut zu Tage modernste CAD-Systeme eingesetzt.
Ein wichtiger Aspekt bei der Tätigkeit des Schreiners ist es, die für den Verwendungszweck optimale Holz- und Werkstoffqualität auszuwählen. Die Verarbeitung setzt ein umfassendes Fachwissen über den Werkstoff Holz voraus. Der Schreiner schlägt vor, ob weicheres oder härteres Massivholz, Sperrholz oder eventuell Spanplatten zum Einsatz kommen. Der Schreiner weis, für welches Produkt welches Holz am geeigneten ist. Darüber hinaus sind aber handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen unentbehrlich. Leistungsfähige Maschinen und computergesteuerte Anlagen unterstützen den Schreiner bei Hobeln, Sägen und Schleifen.
Modernste Behandlungsmethoden im Bereich Oberflächentechnik (wie zum Beispiel Beizen, Bleichen, Lasieren und Lackieren) sind dem Schreiner ebenso geläufig, wie zum Beispiel die Ausführung von eleganten Einlege- und Furnierarbeiten. Effiziente Verbindungs- und Verschraubungstechniken erlauben die Herstellung passgenauer und eleganter Produkte. In Wohn- und Geschäftsräumen baut der Schreiner Fenster, Türen und Treppen ein und stellt Einbaumöbel und Raumteiler auf.
Neben der breiten praktischen Ausbildung wird dem Azubi aber auch ein umfassendes theoretisches Fachwissen vermittelt. Kenntnisse über wichtige sicherheitsrelevanter Fragen im Bereich Unfall- und Gesundheitsschutz gehören ebenso dazu, wie die Kenntnisse über die ökologischen Zusammenhänge vom Naturstoff Holz und dessen Bearbeitung.
Dem gut ausgebildetem Schreinergesellen steht ein breites Weiterbildungsangebot, von der Meisterprüfung bis zum Studiengang Dipl.-Ing. Innenausbau offen.